BUND Ortsverband Hofheim am Taunus
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Unsere Sorge um den Hofheimer Wald: Rodungen und Arbeiten in Artenschutzrelevanten Zeiten und ihre Folgen

Gefällter Habitatbaum mit begonnenem Brutnest Foto Tanja Lindenthal

Als BUND Hofheim sind wir zutiefst besorgt über die zunehmenden Arbeiten, während der Brut und Setzzeiten in unserem Stadtwald. 

Wir sehen mit großer Sorge, wie wertvolle Lebensräume zerstört und die ökologische Integrität unseres Waldes gefährdet wird.

 

Unsere Kritikpunkte

 


Rodungen und Wegepflegemassnahmen zur Unzeit:

Ein Hauptproblem sehen wir im Zeitpunkt der Rodungen und Pflegemassnahmen. Immer wieder werden diese Maßnahmen während der sensiblen Brut- und Setzzeit von Tieren durchgeführt. Das ist für uns inakzeptabel. Tiere werden in ihren wichtigsten Lebensphasen gestört und Lebensstätten zerstört.

Wir fordern, dass Massnahmen, vor allem Fällungen von Habitatbäumen, nur außerhalb dieser sensiblen Zeiträume stattfinden. Nicht alle Massnahmen können mit dem Argument der Verkehrssicherung abgewiegelt werden!


Ausmaß der Eingriffe:

Oftmals scheint es, dass wirtschaftliche Interessen über den Schutz des Waldes und Ihrer Lebewesen gestellt werden.

Wir beobachten, dass zB in der Wochenstubenzeit der Fledermäuse Habitatbäume gefällt werden. Mulcharbeiten von Wegen in die Vogelbrutzeit und die Wurfzeit artengeschützter Tiere, wie Bilchen (Haselmaus, Gartenschläfer...) fallen.

Die Verfügbarkeit von Unternehmern kann kein Argument sein artengeschützte Tiere in Fortpflanzungszeiten zu stören.

Wir setzen uns für eine schonende und naturnahe Waldbewirtschaftung ein, bei der der Erhalt der Artenvielfalt und der Schutz des Waldes, nicht die finanziellen Aspekte, im Vordergrund stehen.

Hofheim hat einen ausgewiesenen Erholungswald. Der Erholungsfaktor im Wald geht einher mit einer schonenden Waldbewirtschaftung.


Mangelnde Transparenz:

Wir fordern eine größere Transparenz bei Entscheidungen über Rodungen und Fällungen insbesondere bei Arbeiten in den sensiblen Wochenstuben- und Brutzeiten. Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, zu erfahren, warum und in welchem Umfang diese Eingriffe in den Wald vorgenommen werden. 

Wir wünschen eine frühe Einbindung von uns, und anderen Naturschutzverbänden, in die Planung von Maßnahmen im Wald.

FSC-Zertifizierung und Einhaltung der Naturschutzleitlinie:
Wir fordern, das die FSC-Zertifizierung auch wirklich eingehalten wird. Es kann nicht sein, das durch die Stadt Maßnahmen durchgeführt werden, die eigentlich gegen die FSC-Richtlinien und die beschlossene Naturschutzleitlinie sprechen.

Zudem wollen wir als Verband in die vorgesehenen Stakeholderbeteiligungen bei FSC eingebunden werden.


Unsere Forderungen:

  • Wir fordern eine konsequente Einhaltung des Naturschutzgesetzes und eine Berücksichtigung der Wurf- und Wochenstubenzeiten, sowie der Brut- und Setzzeit bei Pflegemassnahmen und Baumfällungen, insbesondere bei Habitatbäumen.
  • Wir setzen uns für eine Reduzierung der Rodungen auf das absolut notwendige Maß ein.
  • Wir fordern eine Stärkung des Artenschutzes in der Waldbewirtschaftung.

Unser Engagement:

  • Wir organisieren regelmäßig Waldspaziergänge und Exkursionen, um die Öffentlichkeit über die Situation im Hofheimer Wald zu informieren.
  • Wir führen Gespräche mit der Stadtverwaltung und anderen Akteuren, um auf unsere Bedenken hinzuweisen.
  • Wir setzen uns für eine nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung ein.
  • Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, sich gemeinsam mit uns für den Schutz unseres wertvollen Hofheimer Waldes einzusetzen.

Bilder aus dem Hofheimer Stadtwald

Artenschutzrelevante Aufnahmen aus dem Hofheimer Stadtwald