BUND Ortsverband Hofheim am Taunus
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Honigbiene (Apis mellifera)

Merkmale

Man erkennt sie gut an den typischen orange‑braunen und schwarzen Streifen auf dem Hinterleib, dem behaarten Thorax und den durchsichtigen Flügeln.

 

 

 

 

Wissenswert

  • Honigbienen sind staatenbildende Insekten, die in Völkern leben.
  • Sie sind zentrale Bestäuber für Wild‑ und Nutzpflanzen.
  • In Deutschland sind sie zwar nicht gefährdet, aber ihre Wildverwandten (Wildbienen) stehen vielerorts unter Druck durch Lebensraumverlust.


     

Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) – eine Wildbienenart, die häufig in Nisthilfen oder Bohrlöchern in Holz vorkommt.

Merkmale

  • Kompakter, pelziger Körper mit rostbraunem Hinterleib
  • Dunkler Kopf und Brustbereich mit dichter Behaarung
  • Lange Fühler und kräftige Mandibeln (typisch für Mauerbienen)
  • Sie nutzt gern Bohrlöcher oder Röhrchen als Nistplätze – genau wie auf dem Bild

Wissenswert

  • Die Rote Mauerbiene ist eine der häufigsten Wildbienen Deutschlands und ein wichtiger Bestäuber im Frühling.
  • Sie ist friedlich und sticht nur, wenn man sie stark bedrängt.
  • Weibchen verschließen ihre Brutröhren mit Lehm oder Erde, daher der Name „Mauerbiene“.


     

Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea)

Merkmale

  • Sehr groß: bis zu 3 cm – deutlich größer als Honigbienen oder Hummeln
  • Schwarz mit blauviolett schimmernden Flügeln
  • Lautes, tiefes Brummen beim Flug
  • Solitäre Wildbiene (lebt nicht im Staat wie Honigbienen)
  • Sie wirkt manchmal fast wie eine kleine Kolibri‑Biene.

Wissenwert

  • Nistet in altem, trockenem Holz, z. B. in Zaunpfählen, abgestorbenen Obstbaumästen, Holzschuppen
  • Weibchen bohren Gänge ins Holz, in denen sie Pollen‑Nektar‑Vorräte für ihre Larven anlegen
  • Sie ist friedlich und sticht nur, wenn man sie festhält.
  • Holzbienen lieben Blauregen, Lavendel, Salbei, Natternkopf, Malven, Disteln.
  • Die Blauschwarze Holzbiene war früher selten, hat sich aber durch wärmere Sommer stark ausgebreitet. Sie ist streng geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz.
  • ein wichtiger Bestäuber für viele Wildpflanzen.

Wie du sie im Garten unterstützen kannst

  • Totholz liegen lassen (z. B. alte Obstbaumäste)
  • Holzstücke mit Rissen oder Bohrlöchern nicht entfernen
  • Sonnige Blühpflanzen setzen
  • Keine Holzschutzmittel an alten Strukturen verwenden.
  • Sie ist ein absoluter Gewinn für jeden naturnahen Garten.


     

Ackerhummel (Bombus pascuorum) 

Merkmale

  • Rostbraune bis gelblich‑braune Behaarung auf dem Thorax (Vorderkörper)
  • Dunkler Hinterleib mit etwas heller Behaarung
  • Dichtes, flauschiges Fell, typisch für Hummeln

 

 

Wissenswert

  • Die Ackerhummel ist eine der häufigsten Hummelarten Deutschlands.
  • Sie ist ein wichtiger Bestäuber für Wild‑ und Gartenpflanzen.
  • Im Gegensatz zu Honigbienen leben Hummeln in kleineren Staaten (meist 50–200 Tiere).
  • Ihre Königinnen überwintern einzeln und gründen im Frühjahr neue Nester.
  • Ackerhummeln nisten bodennah, oft in alten Mäusehöhlen, dichten Grasbüscheln, Komposthaufen, Heckenfüßen, Laubhaufen

Wie du sie im Garten unterstützen kannst

  • Ecken im Garten unaufgeräumt lässt
  • Laub und Totholz liegen lässt
  • Hohe Gräser stehen lässt
  • Kompost nicht ständig umsetzt
  • Sie brauchen keine speziellen Hummelkasten – natürliche Strukturen reichen völlig.


     

Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) und Deutsche Wespe (Vespula germanica) sind sich optsch sehr ähnlich.

Merkmale:

  • Schwarzer Körper mit leuchtend gelben Streifen
  • Schlanker, glatter Körper (im Gegensatz zur pelzigen Biene)
  • Deutlich sichtbare Taille zwischen Brust und Hinterleib
  • Durchsichtige, längliche Flügel

Wissenwert

  • Wespen leben in Gärten, Wiesen, Waldrändern und sogar in Siedlungsnähe.
  • Sie bauen ihre Nester meist in Erdhöhlen, Dachstühlen oder Sträuchern.
  • Sie sind sehr anpassungsfähig und finden Nahrung in Blüten, Früchten und auch an menschlichen Speiseresten.
  • Alle heimischen Wespen stehen unter dem allgemeinen Schutz des §39 Bundesnaturschutzgesetz. Das bedeutet: Man darf sie nicht ohne vernünftigen Grund töten oder ihre Nester Grund zerstören.

Nutzen für die Natur

  • Sie sind wichtige Schädlingsbekämpfer, da sie Raupen, Fliegen und andere Insekten jagen, um ihre Larven zu füttern.
  • Als Bestäuber tragen sie ebenfalls zur Pflanzenvielfalt bei, wenn sie Nektar sammeln.
  • Ihr ökologischer Beitrag ist besonders im Spätsommer groß, wenn viele andere Insektenarten bereits weniger aktiv sind.
  • Wespen sind Teil eines gesunden Ökosystems – sie halten das Gleichgewicht zwischen Pflanzen und anderen Insekten aufrecht.


     

Hornissen (Vespa crabro)

Merkmale

  • Größe: deutlich größer als Wespen (bis 3,5 cm).
  • Färbung: gelb‑schwarzer Hinterleib mit braunrotem Kopf und Brust.
  • Nest: aus papierartigem Material, das sie aus zerkautem Holz herstellen – hier schön zu sehen im Baumloch.
  • Verhalten: sie sind friedlich, solange man sich ruhig verhält und das Nest nicht stört.
  • Hornissen nisten gern in Baumhöhlen, Schuppen oder Vogelkästen.
  • Wenn du ein Nest entdeckst, nicht entfernen oder verschließen – sie stehen unter gesetzlichem Schutz (§ 44 BNatSchG). Nester dürfen nicht zerstört oder umgesetzt werden ohne Genehmigung.
  • Nach dem Herbst stirbt das Volk ab, nur die Jungköniginnen überwintern – das Nest kann dann gefahrlos entfernt oder belassen werden.

Wissenswert

  • Die Europäische Hornisse ist die einzige heimische Hornissenart in Deutschland.
  • Trotz ihres imposanten Aussehens sind Hornissen weniger aggressiv als viele kleinere Wespenarten.
  • Sie jagen Fliegen, Mücken, Wespen und andere Insekten – ein natürlicher Schädlingsschutz. Ein Hornissenvolk kann täglich bis zu 500 Gramm Insekten erbeuten.
  • Damit tragen sie zur ökologischen Balance im Garten bei.

Hornissenfreundlicher Garten

  • Lass alte Bäume oder Totholz stehen – dort finden sie Nistplätze.
  • Biete Wasserstellen an (flache Schalen mit Steinen).
  • Pflanze heimische Blühpflanzen – sie liefern Nahrung für Beuteinsekten und indirekt für die Hornissen.


     

Bienen und Wespenartige im Garten unterstützen und als wichtige Nützlinge schützen

Wasser anbieten

  • flache Wasserschalen mit Steinen
  • feuchte Stellen im Garten
  • keine glatten Wasserflächen, in denen sie ertrinken könnten

Keine Gifte

  • Keine Insektizide
  • Keine Neonicotinoide
  • Keine „Unkrautvernichter“

Den Garten etwas „wild“ lassen

  • wilde Ecken
  • Brennnesseln
  • Totholz
  • Hecken
  • Wiesen statt Rasen

Ein Garten muss nicht perfekt sein – ein bisschen Chaos ist charmant und bietet Lebensräume.

Insekten schützen, weil sie wichtige Nützlinge sind.