BUND Ortsverband Hofheim am Taunus
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Hofheim blüht auf

Werde Teil der Hofheimer Saatgutbibliothek! Natur ausleihen, Vielfalt säen: Entdecke Hofheims grüne Schätze und lass unsere Region gemeinsam aufblühen. Werde Teil eines Kreislaufs, der unsere heimische Pflanzenwelt schützt und lebendig hält.

Haben Sie schon einmal Radieschen geerntet, deren Samen Sie selbst gewonnen haben? Oder sich an der Blütenpracht einer Stockrose erfreut, die schon in der letzten Saison Hofheimer Bienen glücklich gemacht hat?

Gemeinsam mit der Stadtbücherei Hofheim möchten wir die biologische Vielfalt direkt in unsere Stadt holen – und Sie können mitmachen!

Was ist die Saatgutbibliothek?

Das Prinzip ist so einfach wie genial: „Leihen, säen, ernten, bringen.“ In der Stadtbücherei können Sie Samentütchen von samenfesten Sorten (kein Hybridsaatgut!) kostenlos „ausleihen“. Sie pflanzen diese bei sich zu Hause an, genießen die Ernte und lassen am Ende einige Pflanzen stehen, um deren Samen zu trocknen. Diesen Nachwuchs bringen Sie zur Bibliothek zurück, damit im nächsten Jahr noch mehr Hofheimer Gärten erblühen können.

Warum mitmachen?

  • Vielfalt bewahren: Wir erhalten alte und regionale Sorten, die im Supermarkt oft nicht mehr zu finden sind.
  • Insektenbuffet: Heimische Pflanzen bieten unseren Wildbienen und Schmetterlingen die beste Nahrungsgrundlage.
  • Lerneffekt: Besonders für Kinder ist es ein kleines Wunder, vom winzigen Korn bis zur fertigen Frucht alles mitzuerleben.

So werden Sie zum Saatguthelden:

Ab in die Bücherei: Besuchen Sie die Saatgutecke in der Stadtbücherei Hofheim und wählen Sie Ihre Favoriten (Wildblumen).

Gärtnern mit Herz: Säen Sie das Saatgut aus. Tipps zur richtigen Pflege finden Sie natürlich auch direkt vor Ort in den Fachbüchern.

Samen ernten: Lassen Sie die kräftigsten Pflanzen ausreifen. Ernten Sie das Saatgut an einem trockenen Tag.

Zurückgeben: Füllen Sie die Samen in kleine Papiertütchen, beschriften Sie diese und bringen Sie sie zurück in die Bibliothek.

Wichtig: Bitte nur samenfestes Saatgut verwenden (kein F1-Hybridsaatgut), damit die Pflanzen im nächsten Jahr auch wirklich wieder so toll wachsen.

Stadtbücherei Hofheim Saatgutbibliothek

 

 

Ein reich gedeckter Tisch für Bienen und Fledermäuse

Für Fledermäuse (locken Nachtfalter an)

Diese Pflanzen öffnen oft erst in der Dämmerung ihre Blüten oder intensivieren dann ihren Duft:

Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis): Der Klassiker – öffnet ihre gelben Blüten erst am Abend.
Nachtviole (Hesperis matronalis): Duftet abends verführerisch und ist sehr dekorativ.
Seifenkraut (Saponaria officinalis): Eine heimische Wildpflanze, die gerne von Nachtfaltern besucht wird.
Nickendes Leimkraut (Silene nutans): Verströmt nachts einen intensiven Duft.
Waldgeißblatt (Lonicera periclymenum): Eine Kletterpflanze, die abends stark duftet und vertikale Strukturen für den Garten bietet.
Wegwarte (Cichorium intybus): Zieht viele Insekten an und bereichert das Nahrungsangebot.

Für Wildbienen (Pollen- & Nektarquellen)

Wildbienen benötigen eine Vielfalt an Blütenformen über das ganze Jahr verteilt:

• Natternkopf (Echium vulgare): Eine der besten Bienenweiden überhaupt, blüht lange und intensiv blau.
• Glockenblumen (z. B. Campanula rotundifolia): Wichtig für spezialisierte Wildbienenarten (Glockenblumen-Sägehornbiene).
• Wilde Möhre (Daucus carota): Bietet mit ihren Dolden eine Landefläche für viele kleine Insektenarten.
• Färberkamille (Anthemis tinctoria): Ein Dauerblüher, der auch in der Hofheimer Saatgutbibliothek sehr beliebt ist.
• Hornklee (Lotus corniculatus): Eine wichtige Futterpflanze für über 60 verschiedene Wildbienenarten.
• Wiesensalbei (Salvia pratensis): Bietet durch seinen Klappmechanismus ein spannendes Schauspiel bei der Bestäubung.

Tipp für die Saatgutbibliothek Hofheim

Fast alle oben genannten Arten sind samenfest und eignen sich hervorragend für die Rückgabe an die Bibliothek.

Hinweis zum Gärtnern: Wenn Du ein „Fledermausbeet“ anlegen möchtest, kombiniere am besten die Nachtblüher mit einer kleinen Wasserstelle (z. B. eine flache Insektentränke). Das Wasser lockt zusätzliche Insekten an und bietet den Fledermäusen eine Trinkmöglichkeit im Tiefflug.