BUND Ortsverband Hofheim am Taunus
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Wildtier gefunden was tun

Achtung: Richtig helfen will gelernt sein: Bevor Sie ein Wildtier anfassen, entscheiden oft nur wenige Augenblicke über sein Schicksal.

Wildtier gefunden was ist zu tun

Die Natur ist vor unserer Haustür: Ob im eigenen Garten, im Hofheimer Stadtwald oder am Main – immer wieder begegnen wir Wildtieren aus nächster Nähe. Manchmal scheinen sie hilflos, verletzt oder verlassen zu sein.

Ihre schnelle Reaktion ist gefragt, aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht! Bevor Sie eingreifen, ist es entscheidend, Ruhe zu bewahren und die Situation richtig einzuschätzen. Viele Jungtiere (wie Rehkitz oder Jungvogel) sind nicht verlassen, sondern warten nur auf die Rückkehr ihrer Eltern. Ein unachtsames Eingreifen kann einem Wildtier mehr schaden als helfen.

Der BUND Hofheim möchte Sie anleiten: Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie sich im Falle eines Wildtierfundes korrekt verhalten, wann und wen Sie kontaktieren müssen und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen erlaubt sind.

Ihre Schritte im Notfall – in dieser Reihenfolge:

1. Beobachten und Abstand halten.

2. Eigenschutz gewährleisten.

3. Die richtige Notfall-Kontaktstellen anrufen.

Damit Sie unterscheiden und verantwortungsbewusst handeln können, verweisen wir auf die sehr informative Seite von Nabu, die sich hauptsächlich der Hilfe für Vögel widmet. Hier können Sie nachlesen.

Mauersegler haben spezielle Anforderungen. Hierfür gibt es eine eigene Mauersegler-Klinik in Frankfurt.

Auch Eichhörnchen haben eine sehr gute und eigene Homepage.

Allgemeiner informieren Sie sich in diesem Info-Schreiben: Wildtier gefunden

Verletzte Tiere bitte umgehend zu einem Tierarzt bringen, damit die Erstversorgung gewährleistet ist. Wir sind keine Tierärzte und manchmal zählt jede Minute.

Auch Insekten sind Wildtiere und benötigen unsere Hilfe. Weitere Informationen finden sich zum Beispiel hier.

Bei Nestern von Wespen, Hornissen oder Hummeln fragen Sie am besten bei der Unteren Naturschutzbehörde des MTK an.


Igel gefunden - was tun?

„Wildtier SOS“

Neue App für schnelle Hilfe und Orientierung

Eine neue App bietet Finder*innen von Wildtieren eine schnelle und fachlich fundierte Orientierung. Die App wurde an der Tierärztlichen Hochschule Hannover entwickelt und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Die App ist kostenlos in den App-Stores sowie unter www.wildtier-sos.de/download verfügbar. Über den SOS-Button auf der Startseite können verschiedene Tiergruppen ausgewählt werden. Nach Beantwortung der ersten Frage zur Hilfsbedürftigkeit (z. B. mit „Ja“) und der Auswahl „Anlaufstellen in der Nähe“ gelangen Sie zu einer Karte bzw. Liste, die die nächstgelegenen Einrichtungen per GPS darstellt.

Die App hilft dabei, die Situation eines aufgefundenen Wildtiers besser einzuschätzen. Durch gezielte Fragen wird die mögliche Hilfsbedürftigkeit bewertet und entsprechendes Handeln empfohlen. Hinweise, kurze Anleitungen sowie passende Anlaufstellen in der Nähe werden angezeigt, um Tiere – wenn erforderlich – möglichst schnell in fachkundige Hände zu übergeben und unnötige Naturentnahmen zu vermeiden. 

In der App sind sowohl behördliche bzw. offizielle Stellen (z. B. Veterinärämter, Untere Naturschutzbehörden, Feuerwehren, Polizei) als auch Wildtierstationen und Pflegestellen gelistet. Private Stationen und Pflegestellen können sich jederzeit für die App registrieren und ihre Daten selbst verwalten. Verifizierte Einrichtungen sind in der App mit dem sichtbaren Hinweis „grüner Haken“ gekennzeichnet und priorisiert gelistet.