BUND Ortsverband Hofheim am Taunus
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Naturzerstörung saniert keine Stadtkasse

29. Juni 2026

Mit deutlicher Kritik reagiert der Ortsverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Hofheim auf die jüngsten Pläne der CDU, das städtische Haushaltsdefizit primär durch die Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete zu bekämpfen. Der BUND warnt vor den unumkehrbaren ökologischen Folgen und bezweifelt den langfristigen wirtschaftlichen Nutzen dieser Strategie.

Mit deutlicher Kritik reagiert der Ortsverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Hofheim auf die jüngsten Pläne der CDU, das städtische Haushaltsdefizit primär durch die Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete zu bekämpfen. Der BUND warnt vor den unumkehrbaren ökologischen Folgen und bezweifelt den langfristigen wirtschaftlichen Nutzen dieser Strategie.


„Die Annahme, man könne die Stadtkasse dauerhaft durch das Zubetonieren unserer verbliebenen Natur- und Freiflächen retten, ist ein gefährlicher Trugschluss“, erklärt Markus Hartel Sprecher des BUND Ortsverbands Hofheim. „Neue Baugebiete bringen zwar kurzfristig einmalige Einnahmen durch Grundstücksverkäufe und anfängliche Gewerbesteuer-Effekte. Langfristig fressen die enormen Folgekosten für Infrastruktur – wie Straßen, Kanalisation, Kitas und sozialen Wohnungsbau – diese Gewinne jedoch häufig wieder auf. Was bleibt, ist die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen.“


Der BUND Hofheim sieht in der vorgeschlagenen Strategie ein Relikt veralteter Kommunalpolitik, das den Realitäten des Klimawandels und des Artensterbens widerspricht. Jede weitere Versiegelung verschärfe das Risiko von Hochwasserereignissen bei Starkregen und raube der Stadt wichtige Frischluftschneisen, die zur Abkühlung in den immer heißeren Sommermonaten dringend benötigt werden. Zudem gehen wertvolle landwirtschaftliche Flächen und Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich verloren.
Anstelle eines unkontrollierten Flächenfraßes fordert der Umweltverband ein radikales Umdenken in der Hofheimer Haushaltspolitik: Innenentwicklung vor Außenentwicklung:

Bevor neue grüne Wiesen geopfert werden, müssen Leerstände konsequent erfasst, Baulücken geschlossen und bereits versiegelte Flächen (z. B. durch Aufstockung oder Parkplatzüberbauung) genutzt werden.


Hofheim muss gezielt auf zukunftsfähige, flächenschonende und ökologisch nachhaltige Betriebe setzen, statt großflächige Logistik- oder Gewerbehallen anzulocken.

 

Intakte Natur, Wald und Naherholungsgebiete sichern die Lebensqualität in Hofheim und sind ein harter Standortvorteil, der nicht dem kurzfristigen Stopfen von Haushaltslöchern geopfert werden darf.


„Wir fordern die CDU und die Verantwortlichen im Rathaus auf, den Fokus von einer rein quantitativen Flächenvermarktung hin zu einer nachhaltigen Haushaltskonsolidierung zu verschieben. Die Rettung der Stadtkasse darf nicht auf Kosten der nächsten Generationen und unserer Umwelt gehen“, so Jasmin Neelmeier-Sangnier vom BUND abschließend.

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