Foto Jasmin Neelmeier-Sangnier
Körperliche Erscheinung
Holunder wächst meistens strauchförmig, selten als Baum, gerne am Waldrand, an Wegen, im Feld, an Ufern, in Ortschaften, im Garten, in Hecken. Er hat die Eigenschaft Böden zu verbessern.
Er kann eine Höhe von 7m erreichen und 100 Jahre alt werden. Sein Wurzelstock wächst in die Weite und die Tiefe, aus ihm kann er immer wieder neu austreiben kann.
Heilung und Nahrung
Holunderblüten, -beeren, -blätter und -rinde wirken heilend auf den Körper.
Die Blüten, als Tee, sowie der Saft der Beeren, helfen bei fiebrigen Erkältungen.
Sie wirken schweißtreibend, entzündungswidrig, harntreibend und schleimlösend.
Die Beeren helfen auch bei Rheuma. Die Rinde und Blätter wirken abführend und harntreibend.
Die Beeren sind gekocht essbar und enthalten viel Eisen und Vitamine. (Roh sind die Beeren schwach giftig und können Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen.)
Blüten im Pfannkuchenteig ausgebacken sind sehr schmackhaft.
Überlieferung
Holunder galt als Baum der Transformation, stand für Heilung und Überfluss.
Er war auch der Baum der Ahnen.
Bei den Germanen stand der Holunder als Schutzbaum für Haus, Familie, insbesondere der Kinder, Pflanzen und Tiere. Er schützte vor Krankheit und Unglück.
Im „Holler“ wohnte die schutz- und segenbringende Urmutter und wehrte Übel ab.
Die Kelten verehrten den Holunder als Baum der Erneuerung.
In Irland wohnte unter dem Holunder der Erdgott Puschkaitis und war Herr über viele Waldwesen, wie Kobolde. Er sandte sie aus, um die Menschen zu unterstützen und zu prüfen.
Inspiration
Der Holunder fördert innere Ruhe und Gelassenheit. Er hilft, sich von äußeren Reizen abzugrenzen und wirkt verjüngend. Er fördert, Prioritäten zu setzen und sich für das Wesentliche im Leben zu entscheiden.