Foto Jasmin Neelmeier-Sangnier
Körperliche Erscheinung
Tannen können bis zu 60 m hoch werden, einen Stammdurchmesser von 3 m erlangen und ein Alter von 600 Jahren erreichen. Die Nadeln haben eine Lebensdauer von 7-11 Jahren. Tannen stehen gerne in Gebieten mit reichlich Niederschlag und Luftfeuchtigkeit.
Sie bilden aufrechtstehende Zapfen, in denen die Samen heranreifen. Die reifen Zapfen zerfallen und setzen die Samen frei. Am Boden findet man die Schuppen der Zapfen liegen, die Spindel bleibt am Baum.
Tannenholz harzt nicht, da sich die Harzkanäle auf die Rinde verteilen. Es ist leicht, gelblich, elastisch, trocknet schnell und schwindet kaum. Das Holz findet Verwendung als Bau- und Konstruktionsholz, für Instrumente als Resonanzkörper (z.B. Orgelpfeifen) und Schiffsmasten.
Heilung
Tannennadeln werden als Badezusatz oder Tee angewendet. Sie wirken desinfizierend, schleimlösend, durchblutungsfördernd, Lunge stärkend , nervenstärkend bei Stress und Aufregung.
Tannenharzsalben finden Verwendung bei Rheuma und Arthrose.
Überlieferung
Seit 1870 ist der Brauch deutschlandweit verbreitet, eine Tanne an Weihnachten aufzustellen, diese u.a. mit Lichtern, Süßigkeiten, Äpfeln, Nüssen, Gebäck und Schmuck zu dekorieren. Die Tanne ist ein Symbol für das immerwährende Leben, den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit. Sie ist ein Sinnbild für Stärke.
Schiffsmasten waren häufig aus Tanne. Die alten Griechen widmeten die Tanne Poseidon, um seinen Schutz für Schiffe zu erhalten.
Inspiration
Die Tanne steht für die Zuversicht, Kummer zu überwinden und sich neu auszurichten für das Leben. Sie schenkt innere Ruhe und Ausgeglichenheit, sowie neuen Elan und hilft Selbstvertrauen zu entwickeln. Ihre Wirkung ist aktivierend auf unsere geistige und physische Kraft. Sie hilft Eindrücke zu verdauen und Lernerfahrungen zu verstehen.