Foto Jasmin Neelmeier-Sangnier
Körperliche Erscheinung
In Europa kommen am häufigsten Feldulme, Bergulme und Flatterulme vor.
Die Ulme kann eine Höhe von 40 m erreichen und ein Alter von etwa 500 Jahren.
Ihre Blätter hängen an feinen Zweigen, sind elliptisch, gezähnt und am Stiel sind beide Blatthälften versetzt angewachsen, asymmetrisch. Ihre Samen sind in eine runde, leichte Hülle gebettet und fliegen leicht mit dem Wind davon. Gerne wächst sie an feuchten Standorten, zusammen mit Erle, Eiche und Pappel.
Ihr Holz wurde u.a. verwendet für Wagenräder, Wagons, zum Schiffbau, Särge, Gewehrkolben, Wasserleitungen, Möbel, sowie Glockenstühle.
Der Bast der Bergulme fand Verwendung für Bienenkörbe, als Bindematerial in Gärtnereien und für Stricke.
Ihre Blätter wurden zur Viehfütterung verwendet.
Heilung und Nahrung
Ulmenrinde, von dünnen Zweigen, wurde zur Heilung der Haut verwendet, bei Wunden, Abszessen, Ausschlägen und Furunkeln. Ihre Wirkung ist zusammenziehend.
Die Samen schmecken geröstet über Salat oder Suppe.
Die Bachblüte „Elm“ unterstützt Menschen, welche aus dem Gleichgewicht geraten sind, welche Selbstzweifel hegen, sich nicht mehr ihren Aufgaben gewachsen fühlen und Erschöpfung empfinden. Sie hilft, wieder zu Selbstvertrauen zu finden und fähig zu werden, Probleme im richtigen Verhältnis zu sehen. Sie richtet uns von innen heraus auf, stärkt unsere Beziehung zu uns selbst, unser Urvertrauen, kräftigt unser Selbstvertrauen und unseren Mut.
Überlieferung
Ein Name der Ulme ist Elfenholz. Sie steht für Kommunikation zwischen Menschen und Naturgeistern, sowie Tieren.
In der Edda (nordische Mythologie) wurde der erste Mann aus dem Holz der Esche und die erste Frau aus dem Holz der Ulme geschaffen.
Im Frankreich vergangener Tage wurde Recht unter der Ulme gesprochen und wichtige Treffen wurden abgehalten. In der Normandie, in Gisors, stand eine mächtige Ulme unter der die Könige und Fürsten Konferenzen hielten.
Die alten Griechen und Römer pflanzten Ulmen auf Grabstätten. Sie war ein Symbol für Tod und Trauer und stand in Verbindung mit der Göttin Hekate, sowie der ganzen Unterwelt.
Die Hesperiden aus dem griechischen Mythos bewachten die goldenen Äpfel. Nachdem Herakles diese stahl, wurden die drei Schwestern in eine Weide, Ulme und Pappel verwandelt.
Hermes, dem Götterboten, war sie auch geweiht. Die geflügelten Samen sollen die Verstorbenen in die Unterwelt begleitet haben.
Für die Kelten war die Ulme einer der heiligen Bäume. Sie wurde mit Schutz und Liebe in Verbindung gebracht.
Inspiration
Die Ulme steht für Kommunikation und Austausch mit allen Wesen der Natur,
sowie für Einfühlungsvermögen und Intuition. Sie ist der Baum der inneren Sicherheit, Stabilität und Stärke.