Fotos: Jasmin Neelmeier-Sangnier
Körperliche Erscheinung
Es gibt weltweit über 200 Arten von Ahornbäumen. Dazu zählen u.a. Feldahorn, Bergahorn und Spitzahorn. Häufig haben sie handförmig, spitz zulaufende, gelappte Blätter. Im Herbst färben sich die Blätter des Spitzahorns in den schönsten Farbverläufen, bestehend aus Gelb-, Rot-, Orange- und Purpurtönen. Sie geben einen guten Kompost, da sie schnell verrotten. Unter dem Baum liegend, haben seine Blätter, speziell die rote Farbe die Eigenschaft, den Boden zu beeinflussen, so daß andere Bäume dort nicht wachsen können.
Viele Arten tragen in den Blütenständen sowohl männliche, als auch weibliche Blüten und sind gute Bienenweiden. Die Samen wachsen paarweise in Flügeln heran und können durch diese Bauweise weit vom Wind getragen werden und entfernt vom Mutterbaum zu neuen Bäumen heranwachsen.
Der Bergahorn wird bis 40m hoch, vermag bis in einer Höhe von 1.600 m zu wachsen und wird bis zu 500 Jahre alt. Sein mittelschweres, hartes, weißes Holz ist sehr begehrt.
Spitzahorn liefert gelblich-weißes Holz, wird bis 30m hoch und kann ein Alter von 150 Jahren erreichen.
Feldhorn wird bis zu 15 m hoch und wächst langsam. Er kann ein Alter von 150 Jahren erreichen. Sein Holz ist rötlich, stark, elastisch und hart, gerne wird es von Drechslern und Holzschnitzern verwendet.
Heilung und Nahrung
Bergahorn hat kühlende und abschwellende Eigenschaften. Zubereitungen aus Blättern oder Rinde wurden bei Fieber, geschwollenen Gelenken, entzündete Augen oder als Fussbad, bei müden Füssen angewendet. Als erste Hilfe bei Insektenstichen können angequetschte, frische Blätter aufgelegt werden zur Linderung.
Junge Frühjahrsblätter des Feldahorns können im Salat gegessen werden. Die Stiele auch wie Sauerkraut eingelegt werden.
Überlieferung
Musikinstrumente fertigten die Angelsachsen aus Feldahorn, wie die Harfe.
Spitz- und Bergahorn liefern das beste Klangholz für Geige, Zither, Laute, Cello, Gitarre und Flöte. Giacomo Stradivari verwendete Ahornholz als Boden für seine Geigen.
Zapfen aus Ahornholz wurden an Schwellen und Türen der Ställe genagelt, um böse Geister zu vertreiben und bösen Zauber abzuwehren.
Inspiration
Der Ahorn dehnt sich in alle Richtungen aus. Seine Zweige gabeln sich immer wieder, als wenn sie Fühler wären, die den umliegenden Raum der Außenwelt ertasten.
Er symbolisiert Aufgeschlossenheit, Offenheit und die Bereitschaft zu empfangen und zu lernen. Seine Gegenwart entspannt, kühlt, beruhigt und vermag ins Gleichgewicht zu bringen. Er unterstützt das Denken zu harmonisieren und zeitgleich einen klaren Kopf zu bekommen. Der Ahorn bringt heitere Ruhe, Gelassenheit und vereinigt Gegensätze.
Feldahorn
Spitzahorn